Runde 5 - Hmm naja okay

Jetzt also der Bericht zur fünfte Runde, die um 8 Uhr morgens gespielt wurde. Der Bericht zu Runde 6 kommt jetzt nicht mehr, weil ich auch noch etwas schlafen möchte.
In Runde 5 ging es gegen die an 1 gesetzte SG Aufbau Elbe Magdeburg, die dann auch noch endlich ihre wirkliche Nummer eins ausgepackt hatten. Dieser ist vielleicht nicht so stark wie die jetzige Nummer 2, aber durch ihn hatten alle Spieler es tendenziell einfacher.
Henning an 1, spielte also gegen diese neue Nummer 1 und er schaffte es nach der Eröffnung (Najdorf mit Le2 und Le3) eine angenehme Stellung zu erreichen und langsam seinen Vorteil durch seine sehr präzise und extrem starke Variantenberechnung zu vergrößern. Leier spielt Henning manchmal etwas planlos und denkt von Zug zu Zug. In dieser Partie hat er leider einen Zug übersehen und musste in leicht besserer Stellung das Remis durch Dauerschach akzeptieren.
An 2 musste Åke gegen den wohl stärksten Spieler des Turniers spielen und das Ergebnis war leider das, was jeder erwartete. Åke machte in der Eröffnung einen Fehler und schwächte damit das Feld e6 vor seinem König, was seinem Gegner direkt mit dem Sprengungsopfer e6 ausgenutzt wurde. Sein Gegner war uns als äußerst aggressiver Spieler bekannt und genau das hat er auch gezeigt. Er spielte aggressiv und zielstrebig und fand sein Ziel in der Stellung
Åkes. Nach einigen taktischen Verwicklungen, verblieb unser Mann mit deutlich weniger Material und musste seinem Gegner die Hand reichen.
Alex musste leider schmerzlich feststellen, dass Schwerfiguren alleine nur sehr sehr selten zum erfolgreichen Mattangriff gegen den rochierten König reichen. Alex spielte eine Partie im Grand-Prix-Angriff gegen die Sizilianische Verteidigung. und erreichte eine eigentlich aussichtsreiche Stellung, wenn Alex etwas mehr von Angriffsmotiven und Bauernstrukturen in der Rochadestellung verstehen würde. wenn Schwarz sich hinter Bauern auf f7-g6-h7 (mit einem Springer auf f6) versteckt, dann bringen Türme auf g3 und h3 alleine leider gar nichts. Auch eine Dame auf g5 oder h5 ist dann kein guter Helfer. Der richtige Angreifer für diese Verteidigung ist der h-Bauer, der unbedingt heldenhaft vorpreschen muss und sich dann für die gute Sache gegen den g6 tauschen muss und Linien zum König zu öffnen oder die Punkte um den König zu schwächen. Leider war Alex’ Angriff so nicht durchschlagend und dieSchwerfiguren standen zu weit abseits um dem schwarzen blitzartigen Gegenangriff zu begegnen und Alex muss die Waffen strecken.
Johnson spielte an 4 eigentlich eine sehr ordentliche Partie und hielt gegen seine stärkere Gegnerin lange dagegen, aber im Endspiel hat er dann leider einmal einen zu aktiven Zug gemacht und so Einbruchsfelder für den gegnerischen König geschaffen und leider verloren. Das Remis hätte er verdient.
Am Ende stand also ein trauriges
½-3½, aber die Partien waren ordentlich und ich kann mit dem Ergebnis leben. Nachher geht es gegen Makkabi Rostock um die Qualifikationplätze für die Deutsche Meisterschaft.
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